18.07.2026
Kreuzkirche Beschreibung

Herzlich willkommen in unserer Kreuzkirche

Wir heißen Sie herzlich willkommen in der Kreuzkirche und laden Sie ein, diesen besonderen Ort der Stille, des Gebets und der Geschichte zu entdecken.

Vor Ihnen liegt das weite Kirchenschiff einer barocken Bürgerkirche. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wuchs Suhl im 17. Jahrhundert rasch. Die damalige Stadtkirche – der Vorgängerbau der heutigen Hauptkirche St. Marien – bot der wachsenden Gemeinde nicht mehr genügend Platz. Deshalb errichteten die Suhler Bürger zwischen 1731 und 1739 die Kreuzkirche.

Am 20. September 1739 wurde sie feierlich eingeweiht. Da sie damals am Stadtrand zwischen dem Schleusinger und dem Meininger Tor lag, der Eingang jedoch zur Stadt weisen sollte, besitzt sie ihre ungewöhnliche Ausrichtung nach Westen.

Der markante Turm trägt das sächsische, das polnische und das hennebergische Wappen. Über dem Portal erinnert eine Inschrift an den Bürgersinn der Erbauer:

„Gott zur Ehre wurde dieses Gotteshaus den Bürgern und deren Nachkommen errichtet vom Senat und Volk von Suhl Anno 1733.“

Der helle Saalraum mit seinen dreigeschossigen Emporen ist ganz auf Altar, Kanzel und Orgel ausgerichtet. Wort und Sakrament bilden die Mitte des Gottesdienstes, darüber erhebt sich die Orgel als Sinnbild des Gotteslobes.

Die Stuckdecke schmücken Muschelornamente und eine symbolische Uhr. Ihre Zeiger erinnern daran: „Noch hast du Zeit, dein Leben zu ändern.“

Der Kanzelaltar wird von den allegorischen Figuren des Glaubens und der Liebe eingerahmt. Über der Kanzel stehen der hebräische Gottesname JHWH und das Dreieck als Zeichen der Heiligen Dreifaltigkeit im Mittelpunkt eines Strahlenkranzes.

Den Abschluss des Kirchenraumes bildet der prachtvolle Orgelprospekt. Die Orgel mit ihren rund 2.200 Pfeifen wurde zwischen 1738 und 1740 von Eilert Köhler erbaut. Sie verbindet norddeutsche und thüringische Orgelbaukunst auf einzigartige Weise und ist das einzige erhaltene Werk dieses Orgelbauers. Nach ihrer Restaurierung von 1999 bis 2007 erklingt sie heute wieder in ihrer ursprünglichen Klangfülle.

Taufstein, Osterleuchter und Liedtafeln stammen von dem Suhler Künstler Edmund Hopf. Hinter dem Altar befindet sich die Winterkirche mit einem barocken Lesepultengel und einer kleinen Ladegast-Orgel.

Die drei Glocken wurden 1763 von den Gebrüdern Ulrich in Apolda gegossen. Bis heute rufen sie zum Gottesdienst und zum Gebet.

Unsere Kreuzkirche ist ein lebendiger Ort des Glaubens und der Begegnung. Im vierzehntägigen Wechsel mit der Hauptkirche St. Marien werden hier sonntags um 9.30 Uhr Gottesdienste gefeiert. In den Sommermonaten laden der Suhler Orgelsommer und die Konzertreihe „Orgel Punkt Zwölf“ zu besonderen musikalischen Erlebnissen ein.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Aufenthalt sowie eine Zeit der Stille und Besinnung.

Der Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde Suhl