Herzlich willkommen in der Evangelischen Kreuzkirche Suhl!


kreuzkircheWir laden Sie ein zu einem Rundgang in der Kreuzkirche und einen Rückblick in die Geschichte unserer Gemeinde.

Die Kreuzkirche ist eine stolze Bürgerkirche aus der Barock-Zeit: Nach dem 30jährigen Krieg verdoppelte sich die Einwohnerzahl von Suhl innerhalb von 50 Jahren. Dadurch reichte die Stadtkirche, der kleinere Vorgängerbau der heutigen Hauptkirche „St. Marien", für die gewachsene Kirchgemeinde nicht mehr aus.

So drängten die Suhler Bürger ihren Landesherrn Herzog Moritz Willhelm von Sachsen-Naumburg-Zeitz zur Bildung eines neuen Kirchspiels. Aus dem westlichen Teil der Stadt Suhl und den Ortschaften Neundorf und Linsenhof entstand 1706 die neue Kirchgemeinde. Ihr erstes Gotteshaus war die Gottesackerkirche „Zum Heiligen Kreuz", die bald zu klein wurde. Von 1731 bis 1739 bauten die Suhler Bürger eine neue Kirche, unsere Kreuzkirche.

Am 20. September 1739 wurde sie feierlich eingeweiht. Weil sie damals am Stadtrand zwischen zwei Stadttoren (nach Schleusingen und nach Meiningen) stand, der Eingang aber in der Stadt liegen sollte, hat sie diese ungewöhnliche Ausrichtung nach Westen.

 

Der Blick vom Steinweg auf die Kirche


Kreuzkirche vom SteinwegDie Ostfassade besteht aus einem dreigeschossigen, laternen-geschmückten Turm.

 

 

 

 

 

 

 

Wappen Das dreigeteilte Wappen über dem Portal zeigt Elemente des sächsischen Wappens mit dem Rautenkranz, den polnischen Adler und das Wappentier der Henneberger Grafen. Darüber thront die sächsische Krone.

 

 

 

 

 

 

BauinschriftDarunter aber, gleich über dem Portal, zeigt sich in der Inschrift der Stolz der Bürger:

 „Gott zur Ehre wurde dieses Gotteshaus den Bürgern und deren Nachkommen errichtet vom Senat und Volk von Suhl Anno 1733."

 

 

 

 



Der Turmknopf in Form eines Kurhutes und die Wetterfahne in Gestalt des polnischen Adlers sind eine Huldigung der Einwohner Suhls an ihren Regenten, Kurfürst August von Sachsen, der gleichzeitig König von Polen war.

 

Der Innenraum


Der lang gestreckte Saalbau schließt mit einer flachen Stuckdecke ab. An ihr befinden sich prächtige Muschelornamente. In der Mitte der Decke ist eine Uhr als Zeichen der Vergänglichkeit zu sehen. Diese Uhr ist seit vielen Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb. Aber die symbolische Zeigerstellung sagt dem Betrachter: „Noch hast Du Zeit, Dein Leben zu ändern."

An drei Seiten befinden sich drei übereinander liegende Emporen: Von Anfang an sollten in dieser Kirche möglichst viele Menschen einen Sitzplatz finden, um den Gottesdienst zu feiern und die Predigt zu hören.

Unsere Kirche ist ganz zentral ausgerichtet auf Altar, Kanzel und Orgel: Wort und Sakrament sind unmittelbar aufeinander bezogen. Das Wort Gottes steht in der Mitte. Aber das Lob Gottes – symbolisiert durch den Orgelprospekt – schwebt darüber.

Links und rechts vom Kanzelaltar sind zwischen korinthischen Säulen zwei allegorische Frauengestalten zu sehen. Die Figur auf der linken Seite hält Kreuz und Kelch in ihren Händen, sie stellt den Glauben dar. Die rechte Figur, mit Palmenzweig und brennendem Herzen, symbolisiert die Liebe.

Der Kanzelkorb ist mit kleinen Flammen verziert: Sie weisen auf den Heiligen Geist hin.

Der Strahlenkranz über der Kanzel umschließt das Dreieck, ein Symbol für die göttliche Trinität. Darin leuchtet der hebräische Gottesnamen JHWH.

12 Strahlen sind es, Symbol der Vollkommenheit, dazwischen 7 Engelsköpfe, Symbol für die Fülle der Zeit.

Der prächtige Orgelprospekt (ca. 8 x 8 Meter) in streng symmetrischem Aufbau schließt das Ensemble ab. Er trägt das Hennebergische und das Suhler Wappen, aber die Krone über ihm erzählt nichts von gekrönten Häuptern, sondern schmückt die Orgel als die Königin der Instrumente.

Die Orgel


mit ihren 2200 Pfeifen wurde 1738 - 1740 von Eilert Köhler, einem Orgelbauer aus Oldenburg, erbaut. Auf seiner Wanderschaft kam er nach Suhl und lernte unterwegs die Thüringer Orgelbautradition kennen. In dem Suhler Instrument verband er norddeutsche und thüringische Orgelbaukunst auf geniale Weise. Daher hat diese Orgel ihren einmaligen Klang und ist selbst in der reichen Thüringer Orgellandschaft einzigartig. Sie ist zudem das einzige bis heute erhalten gebliebene Werk dieses Meisters. Das macht die Orgel in unserer Kirche besonders wertvoll. Von 1999 bis 2007 wurde sie umfassend restauriert, so dass ihr ursprünglicher farbenreicher Klang in ganzer Fülle hörbar ist. 2007 wurde sie wieder eingeweiht.

Taufstein, Osterleuchter und die Liedtafeln


hat der Suhler Künstler Edmund Hopf zwischen 1929 und 1939 geschaffen. Sie passen sich gut in die barocke Kirche ein und zeigen zugleich einen originalen Stil. Den Taufstein hat der Künstler der Kreuzkirche zum 200jährigen Jubiläum 1939 geschenkt.

Der Lesepult-Engel


ist ein barockes Einzelstück, dessen Herkunft ungeklärt ist. Sie finden ihn in dem zur Winterkirche ausgebauten Raum hinter dem Altar.

Kapelle


wird im Sprachgebrauch der Suhler Gemeinde die Winterkirche genannt. Sie ist 1926 eingebaut worden. Die kleine Orgel stammt von Friedrich Ladegast. Seit 1983 ist die Kapelle in ihrer heutigen Gestalt renoviert und hat eine Fußbodenheizung.

Die Glocken


1744 wurden die ersten Glocken unserer Kirche in Meiningen gegossen. Sie zersprangen bereits nach 9 Jahren. Die Gebrüder Ulrich aus Apolda haben 1763 die drei Glocken neu gegossen, die bis zum heutigen Tag zu den Gottesdiensten und zum Gebet rufen.

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