Der Glaube an Jesus Christus orientiert Menschen, sich für andere Menschen einzusetzen. Wie Jesus den Menschen vorbehaltlos mit Gottes Liebe begegnet ist, so versuchen Christen, für andere da zu sein, in ihnen Gottes Geschöpfe zu sehen und ihnen mit Nächstenliebe zu begegnen. Es kommt darauf an, den anderen ohne Vorbedingungen anzunehmen und ihn zu unterstützen.

1996 hatten Mitglieder der Evangelischen Gemeinde der Hauptkirche St. Marien die Idee, im Neubaugebiet Suhl-Nord kirchliche Struktur im Platten-Neubaugebiet zu installieren, die auch von nicht kirchlich gebundenen Menschen akzeptiert und angenommen werden kann. Es wurden Angebote entwickelt, welche die Bedürfnis- und Notlagen der Bevölkerung berücksichtigen. Die Einrichtung hat den Auftrag, das sozialdiakonische Handeln der Kirchengemeinde in Suhl-Nord zu bündeln und mit der Kirchengemeinde zu verzahnen. Darüber hinaus gibt es Angebote für Familien aus ganz Suhl.

Mittlerweile hat sich die Struktur des Wohngebietes dramatisch verändert. Die meisten Blöcke sind abgerissen, weitere werden folgen. Die Bevölkerung von Suhl-Nord ist signifikant geschrumpft. Entsprechend hat sich auch die Insel mit der Zeit verändert. Projekte sind hinzugekommen. Seit 2019 gibt es einen zweiten Standort, die „Kleine Insel“  in der Fußgängerzone von Suhl im ehemaligen Pfarrhaus Steinweg 24. Die Insel ist heute ein eng verzahntes Gebilde aus verschiedenen Aufgaben und Projekten – und immer wieder muss sie sich neuen Bedingungen anpassen und sich neu erfinden.

Folgende Projekte und Arbeitsbereiche finden sich unter dem Dach der Insel:

  • Familienbildung/Familienzentrum, gefördert vom Land Thüringen und der Stadt Suhl,
  • das Projekt Mehrgenerationenhaus (Bundesprogramm),
  • die Suhler Tafel, gefördert vom Land Thüringen und der Stadt Suhl und der Kirchengemeinde,
  • das Projekt „Passt genau zu mir“, gefördert vom Europäischen Sozialfond in Kooperatin mit der Pergo GmbH Suhl
  • die Familienpflege.